Kanalsanierung :  Forum
 
Sanierung Grundleitungen Einfamilienhaus
geschrieben von: Anonymer Teilnehmer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11. November 2006 18:06

Sehr geehrter Herr Jansen,

wir haben die Beitr├Ąge im Forum interessiert gelesen. Bei uns steht eine Sanierung der unter unserem Haus verlaufenden gemischten Abwasserrohre
(Regen- und Hausabw├Ąsser) an, da nach Hochdruckreinigung ( die wegen leichten R├╝ckstaus des Waschmaschinenwassers erforderlich wurde ) neben ├╝blichen Ablagerungen ( 50 Jahre altes Haus ) auch Sand und Steine gesp├╝lt wurden. Da ein Rohrbruch vorliegen musste wurde eine Kamerainspektion direkt angef├╝gt, die neben einzelnen Muffenversatzen der Tonrohre auch mindestens 2 Rohrbr├╝che der Grundleitung dokumentiert.Die L├Ąnge der Grundleitungen betr├Ągt etwa 27 m. Die Versicherung ist informiert, hat sich aber noch nicht zur Kosten├╝bernahme auch einer Sanierung ge├Ąu├čert, das Reinigungsunternehmen macht den Vorschlag, auch sanieren zu wollen mit Partlinern, aber auch einige Stellen offen zu sanieren, da es nicht anders ginge und h├Ąlt vom durchgehenden Schlauchliningverfahren nichts; vielleicht, weil sie es nicht anbieten. Die Rohre haben den 15 cm Durchmesser. Ein Angebot liegt noch nicht vor. Wir haben uns schon umgeh├Ârt, welche Unternehmen nach RAL "S" in unserer Gegend zertifiziert sind, aber erstmal m├╝ssen wir ja die Kosten├╝bernahme durch die Hausversicherung kl├Ąren, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann.
Meine Frage ist eine im Forum schon mal gestellte, die ich mit der Bitte verbinde, uns vielleicht durch eine gutachterliche Stellungnahme zu helfen : versichert sind lt. Police die Zu- und Abwasserrohre innerhalb des Hauses, die durch Frost und Bruch gesch├Ądigt sind. Sind nun unterhalb des Hauses betroffene Rohrleitungen versichert oder nicht? Sie hatten in einem Beitrag erw├Ąhnt, das die neue DIN 1986 / Teil 100 eine eindeutige Regelung enth├Ąlt. K├Ânnen Sie uns konkret weiterhelfen ?
Alleine durch das Lesen der Forumbeitr├Ąge sind wir sehr gut informiert worden, was wir sehr hoch einsch├Ątzen und m├Âchten uns herzlich f├╝r dieses Engagement bedanken. P.+M. Ende


Re: Sanierung Grundleitungen Einfamilienhaus
geschrieben von: kjansen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13. November 2006 12:09

Hallo Familie Ende,
eine partielle Sanierung hat wenig Sinn, da sie im Laufe der n├Ąchsten Jahre sowieso die Wassserdichtheit aller Rohre nach der LBO in NRW nachweisen m├╝ssen.
In diesem Falle w├╝rde ich die Leitungen unter der Kellerdecke abklemmen und nach drau├čen f├╝hren in einen ├ťbergabeschacht. Die Kellerentw├Ąsserung ist nach DIN 1986 mit einem Hebewerk in diese Leitung zu pumpen. regen- und Schmutzwasser sind zu trennen. Sp├Ątestens im ├ťbergabeschacht ist eine R├╝ckschlagklappe anzuordnen und unterhalb davon das Regenwasser anzuschlie├čen.
Es gibt auch kombinierte R├╝ckschlagklappen mit Hebewerk etc.
Das muss man an der ├ľrtlichkeit anpassen.

Warten Sie jetzt die Entscheidung von der Versicherung ab. Eventuell ist eine kleine Stellungnahme mit den Schadensbildern sehr hilfreich f├╝r die Versicherung.
M.f.G.
Karl Jansen
Ihr Kanalgutachter

Re: Sanierung Grundleitungen Einfamilienhaus
geschrieben von: Anonymer Teilnehmer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13. November 2006 19:05

Sehr geehrter Herr Jansen,
herzlichen Dank f├╝r die prompte Antwort. Wie Sie sagen, wir warten die Antwort der Versicherung ab. K├Ânnen wir Sie um eine Stellungnahme bitten, wenn erforderlich, und wenn ja, wie k├Ânnen wir Sie dann erreichen?
Mit freundlichen Gr├╝├čen M+P Ende



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